CLAUDIA BLÄSI
Bildende Künstlerin & Visual Artist 

Atelier: Westerholzstrasse 11 - D-81245 München
E-Mail: info@claudia-blaesi.deMobil: +49 (0) 172 8913463

IN BETWEEN

ART Paintings

Wenn Claudia Blaesi malt, ist sie ganz bei sich. Sie vertraut dem, was sie empfindet und folgt den spontanen Regungen ihres Inneren. Die Künstlerin reist viel. Zuletzt war sie in Asien unterwegs, in

Hong Kong, Shanghai und Vietnam. All diese Eindrücke von Land, Menschen, Situationen und Stimmungen nimmt sie mit, manchmal ganz tatsächlich, indem sie fotografiert. In ihrem Atelier vermag sie diese Erinnerungen zu gegenwärtigen. Es sind keine Figuren, Dinge  oder Orte, die sie gegenständlich auf die Leinwand bannt, sondern farbige Flächen, die sie ausdünnt, verfließen lässt, dünne Schlieren, die vorsichtige zarte Schlaufen und Bögen bilden. Manchmal befindet sich Claudia Bläsi auch leibhaftig inmitten ihres Gemäldes, während sie malt. Es wird zu ihrem sensitiven Areal. Sie entwickelt eine Expressivität, die sich weder mit der Ausdruckskunst der Brücke-Maler zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mit dem abstrakten Expressionismus eines Jackson Pollocks vergleichen lässt, denn sie verzichtet sowohl auf den Gegenstand als auch auf den körperlichen Pathos der malerischen Geste.

Im abgebildeten Gemälde haben wir es dem Titel nach mit einer Situation des ›Dazwischens‹ zu tun.

Die dominierende Farbigkeit ist ein weißlich gebrochenes Blau. Es eröffnet einen Raum, der an einen Himmel oder Wasser erinnert, und dies umso mehr,  da es im unteren und im oberen Bilddrittel jeweils eine horizontal verlaufende Lineatur gibt. Die Sphären von Himmel und Meer trennt der Horizont. Es

ist erstaunlich, dass dieser unendliche Zwischenraum in der zentralperspektivischen Darstellung

durch eine einzige Linie markiert wird. Hier ist die untere Linie rot, die obere blau. Eine weitere

vertikale Linie hält die beiden Horizontalen auf Abstand. Dieser »Zwischenraum« ist aufgrund der

feinen malerischen Bearbeitung aus Strichen, Klecksen und vielfachen Kontrastspielen zwischen Rot, Blau, Weiß und Gelb das Zentrum des Bildgeschehens.

 

Dr. Katrin Dillkofer, Kunsthistorikerin